Wozu?

Ich bin Niederländer, geboren und aufgewachsen in Barneveld, Niederlande. Zuhause wurde zwar über Gott geredet, jedoch eine wirkliche Beziehung gab es nie zum Glauben. Das Leben wurde gelebt, ohne eine richtige Bedeutung zu haben. Das hat sich sehr einschneidend verändert.

Eines Tages (während meinem Studium als (päd)agoge) wollte ich auf einem Zeltplatz eine Freizeitarbeit für Kinder mitgestalten, damit ich ein wenig Geld dazuverdienen konnte. Es ergab sich dabei einen Kontakt zu andere Jugendlichen, die nicht nur Freude an Spiele und Aktivitäten mit Kindern, sondern auch an Musik und Gott hatten. Ich wurde neugierig und als sie mich fragten ob ich Lust hatte, in einen Gospelband mitzuspielen, sagte ich spontan zu.
Da gab es eine mächtige Änderung in meinem Leben. Ich fand eine Familie in der Gospelband, die mich so aufnahmen, wie ich war. Diese neue Umgebung machte mich neugierig. Und während wir regelmäßig auftraten und ich immer nur mitsang (und eigentlich nicht richtig lebte, was ich in die Lieder sang und bezeugte) lernte ich meine jetzige Ehefrau kennen lernen.
Immer wann ich für mich war (allein in meine Zimmer) trank ich ziemlich viel Alkohol. Eigentlich zuviel für mich. Es passierte regelmäßig, dass ich von den Kneipen nicht mehr nach Hause fand und ich in irgendeine Absteige oder auch in eine Gosse landete.

Nebenbei versuchte ich allerlei Inhalte für mein Leben zu finden. Ziele, die ich bei verschiedenen Lebensanschauungen versuchte auszuprobieren, gaben mir keine Hoffnung, sondern nur Einschränkungen und bestätigten immer wieder, dass der Mensch an sich (und besonders ich) nichts taugt. Ich habe z.B. die Mormonen, Jehovas Zeugen, Philosophie, Taoismus und vieles anderes ausprobiert, ohne ein Sinn des Lebens zu erkennen.

Dann passierte es eines Tages, bei einer Übungsstunde in einer Kampsportart. Während einer einfachen Übung war für mich plötzlich die Zeit stehen geblieben. Ich hatte das Gefühl, dass es um mich herum nichts mehr gab. Kein Raum, keine Menschen und absolute Dunkelheit, während ich irgendwo auf dem Rücken lag, nicht in der Lage mich zu bewegen. Was war passiert? War ich gestorben? Ist die Welt zu Ende? Wo bin ich überhaupt? Es war eiskalt und ich fühlte mich schrecklich! Da lag ich nun, ohne Hoffnung und voller Angst, nein eher Panik. Verlassen und allein ohne Hoffnung…
Da hatte ich plötzlich ein Gedankenblitz; „Wenn es nun wirklich einen Gott gab?“ Da rief ich aus allem was ich noch an Kraft fühlte in die Dunkelheit und Einsamkeit hinaus: „Gott, wenn es dich gibt, bitte hilf mir!!!“ Da fühlte ich plötzlich wie ich wie von einem Riesenhand aufgehoben, immer höher stieg und es wurde mir dabei warm und ein herrliches Gefühl voller Dankbarkeit und Glück durchströmte mich.

Voller Dankbarkeit über die Berücksichtigung meiner Person, überlegte ich, dass es so wie es jetzt war, eine Ewigkeit dauern könnte. Es war einfach wunderbar. Es wurde hell und unfassbar schön. So plötzlich wie es angefangen hatte, hörte der Zustand auch wieder auf. Ich stand meinem Sparringpartner gegenüber und er sagte mir: „Geschlafen wird nicht!“ In dem Moment stach mich etwas im Nacken und ich gab zurück, dass ich mich zur Seite setzen wolle, weil es mir nicht gut ging. Was für ihn nur ein paar Sekunden war, dauerte für mich eine halbe Ewigkeit… Erst da spürte ich wieder das stechen im Nacken und ich wusste, dass etwas nicht in Ordnung war.
Nachdem die Übungsstunde in meiner Abwesendheit zu Ende ging, besuchte ich den Physiotherapeuten der Sportschule. Er gab mich zu bedenken, dass obwohl er nichts feststellen konnte, ich lieber zum Notarzt fahren sollte. An diesem Tag (Es war der 21.01.1997) lag überall Eis und Schnee und ich war mit dem Fahrrad gekommen, sodass ich ihn bat, mich nach Hause zu fahren, was er auch tat. Mit Mühe konnte ich meinen Vater davon Überzeugen, mich zum Krankenhaus zu fahren, wo ich bis mitten in der Nacht (01.00 Uhr) warten musste, bevor ich endlich dran war. Da gab es eine plötzliche Aufregung im Krankenhaus, nachdem der Arzt meine Bilder gesehen hatte…

Erst als der Neurologe im Regenmantel hinzukam, wusste ich, dass etwas nicht in Ordnung war. Als dann nachdem noch einige Bilder gemacht worden waren, sagte er zu mir, das ich einen guten Schutzengel gehabt habe, dass ich jetzt entweder tot oder ab Kopf abwärts gelähmt sein sollte. Das war jedoch nicht der Fall, die Diagnose jedoch lies wenig Hoffnung zu; Halswirbelbruch, ohne Tendenz es richten zu können. Dann wurde ich auf der Intensiv-Station gefahren und dachte nur noch; „In was für eine Katastrophe bist du jetzt wieder gelandet.

Da fing das richtige Leiden an. Schmerzen ohne Ende. Warum ich? Warum nur… ? Nach ein paar Wochen liegen hatte ich genug, und dachte; „Jetzt stehe ich auf, gehe nach Hause, egal was Passiert„. Unruhig wie ich war, konnte ich nicht schlafen. Mitten in der Nacht als die Nachtschwester kam, sagte sie; „Was ist Los? Du bist so unruhig?“ Da ließ ich alles gehen, was sich in mir aufgestaut hatte. Schimpfte über Gott und die Welt, beklagte meine Situation. Die Nachtschwester nahm alles sehr gelassen hin und gab nur ganz ruhig von sich, dass ich doch noch jung bin und mir schon noch geholfen werden könne… Da platzte mir die Hutschnur… keiner hat es gewagt, mich zu helfen, keine der Ärzte konnte mich helfen, wer sollte dann was für mich tun können!? Die Nachtschwester blieb ganz ruhig und antwortete: „Hast du es schon mal mit Jesus versucht?“ Da war ich ganz fertig. Daran hatte ich noch nicht gedacht. Sollte da doch eine Hoffnung sein? Könnte es sein, dass doch etwas mir helfen konnte? Schließlich habe ich Jesus in meinem Leben eingeladen. Nein, sofort geheilt war ich nicht. Aber die Kraft und Gewissheit, dass ich ein neues Leben bekommen sollte, begleitet mich bis heute. JA, ich bin wieder vollständig gesund! Keine Nachwirkungen des Unfalls haben bis jetzt mein Leben beeinträchtigt! Oder doch!
Ab dann lebte ich mit JESUS! Er hat mich neu gemacht. Wann versuchst du es? ER HEILT; ER TRÖSTET; ER LIEBT DICH!!!